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Pilotprojekte Umsetzungsphase (2014 - 2015)

Die Pilotprojekte der Umsetzungsphase (2014 - 2015) finden in ausgewählten Modellregionen statt. Ein Großteil der Pilotprojekte wird in den Modellregionen gemeinsam vom Bund und den jeweiligen Ländern finanziert.
Die Pilotprojekte beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Themen Pflege/Gesundheit/Leben im Alter, Mobilität sowie Bildung/Fachkräfte. Aber auch weitere Themen wie Brandschutz oder Vereinskooperation werden behandelt.

Hier finden Sie ein Überblicksplakat mit den Pilotprojekten in den Modellregionen.

Hier können Sie eine PDF-Datei mit allen Kurzbeschreibungen herunterladen.

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Erprobung neuer Wege in der ärztlichen Versorgung und Seniorenversorgung
Projektträger und wichtigste Partner: Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Senioren-Beratung Waldhessen, Kommunen, Haus- und Fachärzte, Hausarztakademie Hersfeld-Rotenburg
Mit dem Projekt sollen die verfügbaren Ressourcen in der ärztlichen Versorgung und der Seniorenversorgung gesteigert sowie die Leistungsfähigkeit des örtlichen Helfernetzwerkes (ärztlich und psychosozial) verbessert werden. Hierzu sollen sämtliche Akteure und Institutionen in einem regional abgestimmten Konzept (Lokaler Aktionsplan) koordiniert und neue Ansätze umgesetzt werden. Dafür wird in Modellkommunen eine neue qualifizierte Fachkraft „Kommunale Seniorenbetreuung“ (KSB) eingerichtet. Außerdem sollen sog. Versorgungsassistentinnen Hausarzt (VERAH) in den Arztpraxen die Ärzte entlasten. Insofern stehen das o?rtliche Zusammenwirken und die Schnittstellen im Helfernetzwerk, d.h. zwischen VERAH und Hausärzten, KSB und Kommunen, VERAH und KSB, im Mittelpunkt des Vorhabens. Die Erfahrungen inkl. Erfolgsfaktoren und Stolpersteine sollen in einem Handbuch aufbereitet werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Hessen unterstützt.

Westmecklenburg

Beweglichkeit und Lebensqualität im Alter
Projektträger und wichtigste Partner: Regionaler Planungsverband Westmecklenburg, Universität Rostock Institut für Präventivmedizin, Sportvereine

Ziel des Projektes ist es, regionale Strukturen und Angebote auf gemeindlicher Ebene zu schaffen, um Bewegung und Gesundheit älterer Menschen gezielt zu fördern und durch präventive Maßnahmen deren Lebensqualität und Selbständigkeit zu erhalten. Dies soll durch die Realisierung eines Bewegungsparcours und begleitende Kurse zur Sturzprävention erfolgen. Die Kurse werden durch zu schulende Übungsleiter und ehrenamtliche Helfer der lokalen Sportvereine angeboten. Zudem soll die medizinische Versorgung entlastet sowie Indikatoren für bürgerschaftliches und vereinsgebundenes Engagement aufgezeigt werden. Ein Handbuch mit Empfehlungen und Hinweisen für Maßnahmen gesundheitssportlicher Präventionsangebote wird erarbeitet. Die Ergebnisse sollen zudem nach Beendigung des Projektes durch feste Anbindung an Vereine bzw. soziale Teilhabeangebote fortgeführt werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Landkreis Trier-Saarburg

Versorgungsregion Hochwald-Saar – Sicherstellung der wohnortnahen medizinischen Versorgung
Projektträger und wichtigste Partner: Landkreis Trier-Saarburg, Universität Trier, AOK, Barmer GEK, Bezirksärztekammer, Krankenhäuser in Saarburg und Hermeskeil

In dem Projekt soll zur Sicherstellung der wohnortnahen ambulanten und stationären medizinischen Grundversorgung in einer Teilregion ein neues Versorgungsmodell umgesetzt werden. Dazu sollen die beiden Krankenhäuser in der Region Hochwald-Saar sowohl in der Versorgung der Patienten als auch bei der Weiterbildung der Ärzte eng kooperieren. Die Vernetzung der beteiligten Ärzte, medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäuser soll EDV-gestützt durch eine regionale sektor- und fachübergreifende elektronische Fallakte erfolgen. Weitere regionale Akteure werden in das aufzubauende Versorgungsnetzwerk eingebunden wie praktizierende Ärzte, Sozialstationen und Pflegedienste sowie Akteure aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich. Weitere Bausteine sind der Einsatz speziell geschulter Krankenschwestern zur Entlastung der Ärzte sowie ein ehrenamtlich organisierter Hol- und Bringdienst für die weniger mobilen Patienten.

Landkreis Coburg

Zusammen Leben - Wohnen und Leben in Familien für ältere Menschen im Landkreis Coburg
Projektträger und wichtigste Partner: Landkreis Coburg, Arbeiterwohlfahrt (Fachstelle für pflegende Angehörige)

Mit dem Projekt soll ein neues Angebot für das Zusammenleben von Seniorinnen und Senioren und Familien erprobt und umsetzt werden. Im Rahmen des Projektes werden Familien gesucht, die bereit sind, eine Seniorin/ einen Senior aufzunehmen und in ihr Familienleben zu integrieren. Damit soll die Aufnahme in stationäre Pflegeangebote verhindert werden. Es sind drei zeitlich abgestufte Angebotsformen vorgesehen: Wohnen auf Dauer, Wohnen auf Zeit und Tagesangebote. Die teilnehmenden Familien und Personen werden fachlich auf die Aufgabe vorbereitet und begleitet. Die Ergebnisse zu den Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes werden in einem Handbuch zusammengefasst. Ein Nebenaspekt ist die Frage, ob das Vorhaben für Eigentümer ehemaliger landwirtschaftlicher Betriebe ein neues Betätigungsfeld eröffnet und Gebäudeleerstand als Wohnraum für die Integration Älterer genutzt werden kann. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Bayern unterstützt.

Web TV Bericht (Januar 2015) über das Pilotprojekt "Zusammen Leben" des Landkreises Coburg hier...

Amt Peenetal-Loitz

Gemeinsam neue Wege gehen zur Stärkung der Stadt-Umland-Beziehung
Projektträger und wichtigste Partner: Amt Peenetal/Loitz, Stadt Loitz, Gemeinden, verschiedene Vereine

Unter dem Motto „Gemeinsam neue Wege gehen zur Stärkung der Stadt-Umland-Beziehung“ zielt das Projekt auf die Entwicklung einer generationsgerechten Wohnkonzeption für ein Quartier in Loitz verknüpft mit einem amts- und gemeindeübergreifenden Konzept für ein Mobilitäts- und Generationenmanagement ab. Bausteine des Projektes sind u.a. qualitative Bedarfserhebungen zu generationsgerechter Innenentwicklung, ein übergreifendes Bündnis zur stärkeren Kommunikation des generationengerechten Umbaus, ein Architektenwettbewerb zur generationengerechten Quartiersentwicklung in Loitz. Projektergebnis wird u.a. ein Handbuch zum Mobilitäts- und Generationenmanagement mit Vorgehensweisen, Standards, Checklisten, Adressen, Kommunikationsstrategie etc. sowie Anforderungen an ein generationengerecht gestaltetes Quartier basierend auf einem Ideenwettbewerb für ein Objekt im Ortskern sein. Zudem soll ein generationengerecht gestalteter Ort zur Begegnung und Mitwirkung realisiert werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Oberes Elbtal/Osterzgebirge

Koordiniertes Quartiersmanagement im ländlichen Raum
Projektträger und wichtigste Partner: Regionaler Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Landkreis Meißen, Geriatrisches Netzwerk Radeburg, Städte Radebeul, Coswig und Radeburg, Gemeinden Moritzburg und Ebersbach

Das Projekt hat die Einrichtung einer mobilen Beratungsstelle für ältere Menschen in der Teilregion „Elbland - Landkreis Meißen“ zum Ziel. Die Beratungsstelle soll mobil arbeiten und Räumlichkeiten in den fünf beteiligten Kommunen nutzen. Die Beratungsstelle soll soziokulturelle Angebote koordinieren, Ansprechpartner für Leistungsempfänger und -erbringer sein und eigene Konzepte zum Quartiersmanagement entwickeln und umsetzen. Bausteine des Projektes sind bspw. der Aufbau einer Ehrenamtsbörse, eine unabhängige und mobile Pflege- und Betreuungsberatung, eine Wohnberatung und weitere bewohneraktivierende Projekte. Der innovative Aspekt des Projektes liegt in der Vernetzung von Quartierarbeit und Gesundheitsversorgung. Der Bewohnerschaft soll dadurch auch im Alter der Verbleib in der bisherigen Häuslichkeit und Umgebung ermöglicht werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Sachsen unterstützt.

Spreewalddreieck

Vernetzte Bürgerschaft
Projektträger und wichtigste Partner: Städte Calau, Lübbenau/Spreewald, Vetschau/Spreewald, Seniorenbeiräte, Jugendparlament, Sozialverbände, Wohnungsunternehmen

Das Projekt dient der Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und zugleich der Stärkung des ehrenamtlichen Engagements. Ziel ist die Schaffung einer gemeinsamen Anlaufstelle „Vernetzte Bürgerschaft“, um Informationen über Bedarfe und Möglichkeiten bspw. im Bereich der Jugend- und Seniorenarbeit zentral vorzuhalten. Die Anlaufstelle soll auch als Ehrenamt- bzw. Freiwilligenagentur dienen und zugleich alle relevanten Angebote rund um das Thema Mobilität vernetzen und als Mitfahrerbörse operieren. Die zentrale Anlaufstelle ist mit zwei Außenstellen bzw. Nebenfilialen geplant. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Brandenburg unterstützt.

Verbandsgemeinde Daun

Generationenstätte Meisburg
Projektträger und wichtigste Partner: Verbandsgemeinde Daun, Ortsgemeinde Meisburg, Kindergartenzweckverband Meisburg, Bürger für Bürger e.V.

Mit dem integrativen Projekt soll eine sog. Generationenstätte entwickelt und dauerhaft in der Ortsgemeinde Meisburg etabliert werden. Diese Einrichtung vereint verschiedene Funktionen wie Kindertagesstätte, offener Treffpunkt für alle Generationen mit einem spezifischen neuen Angebot insbesondere für Ältere, klassisches Bürgerhaus, Sitz der Feuerwehr, Ortsbürgermeisterbüro und ggf. Jugendtreff. Aufgrund ihrer multifunktionalen Ausrichtung soll die Einrichtung somit zum Kristallisationspunkt für das Dorfleben werden. Durch die Weiterentwicklung der Kita Meisburg zu einer Generationenstätte wird die Betreuungsinfrastruktur für die 0 bis 6-Jährigen auch bei sinkenden Nutzerzahlen langfristig gesichert und gleichzeitig eine dezentrale Versorgungsinfrastruktur für ältere Menschen sowie eine Begegnungsinfrastruktur für alle Generationen geschaffen. Zugleich impliziert das Projekt eine enge Kooperation zwischen den beteiligten Orten sowie ein fachübergreifendes Netzwerk hinsichtlich der verschiedenen Funktionen der Generationenstätte. Die Projektergebnisse werden in einem Handbuch zur Generationenstätte aufgearbeitet, um die Übertragbarkeit auf andere Regionen zu fördern.

Ostwürttemberg

Kooperation der Sportvereine in Bargau, Degenfeld und Weiler im Breitensport
Projektträger und wichtigste Partner: Regionalverband Ostwürttemberg, Ortschaften Bargau, Degenfeld und Weiler in den Bergen der Stadt Schwäbisch Gmünd örtlich Sportvereine, Sportkreis Ostalb, Landessportbund

Ziel des Projektes ist eine Stärkung der Vereine über neue organisatorische Ansätze und interkommunale Zusammenarbeit. Gerade in ländlichen Regionen besitzen die Vereine eine zentrale Funktion für die soziale Identität, den Zusammenhalt und das Freizeitangebot der Bewohnerschaft. Mit dem Projekt sollen neue Formen einer interkommunalen Kooperation anhand von vier kleinen Sportvereinen aus drei aneinander grenzenden ländlich geprägten Orten umgesetzt werden. In einem Modellort wird zudem eine von den Vereinen ausgehende Veranstaltungsreihe zur Ortsentwicklung ("Ortsentwicklungsmoderation") durchgeführt. Die Erkenntnisse sollen auf weitere Vereinssparten (soziale Vereine, musikalische Vereine etc.) und Ortschaften übertragen werden. Hierzu dienen regionale Transferwerkstätten, die Erarbeitung eines anwendungsorientierten Leitfadens sowie direkte Beratungsangebote für kooperationsinteressierte Vereine.

Nordeifel

Stärkung des Vereinswesens durch Kooperation
Projektträger und wichtigste Partner: StädteRegion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen, Gemeinde Hürtgenwald, örtliche Sportvereine

Mit dem Projekt „Stärkung des Vereinswesens durch Kooperationen“ soll aufgezeigt werden, wie Vereine vor dem Hintergrund des demografisschen Wandels gemeinschaftlich Infrastrukturen erhalten oder neu aufbauen können und welche Schritte zur Umsetzung nötig sind. Ein Erfolgsfaktor ist die Tatsache, dass das Projekt auf den Ergebnissen und Erfahrungen aus der 1. Umsetzungsphase (Kunstrasenplatz für alle) aufbaut. Die Ergebnisse werden in einem Maßnahmenkatalog mit Leitfadencharakter aufbereitet und erhöhen somit die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Regionen. Der Maßnahmenkatalog soll praktische Hinweise zur Vereinskooperation wie Kooperationsmodelle, mögliche Finanzierungskonzepte, Musterverträge u.ä. enthalten.

Nordeifel

Innenentwicklung durch die Stärkung und Belebung der Ortskerne
Projektträger und wichtigste Partner: StädteRegion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen, Gemeinden

Im Rahmen des Projekts „Innenentwicklung durch die Stärkung und Belebung der Dorfkerne“ sollen konkrete Planungen für alternative und innovative Wohnformen und Nutzungen in mindestens zwei auszuwählenden Dörfern entwickelt und deren Umsetzung vorbereitet werden. Die örtliche Bevölkerung, Experten und weitere lokale und regionale Partner werden dabei aktiv eingebunden. Mögliche Nutzungsformen könnten sein: Mehrgenerationenwohnen, Wohngemeinschaften für ältere Menschen, Multifunktionale Einrichtungen mit verschiedenen Funktionen der Daseinsvorsorge. Bei den Planungen soll zudem die örtliche Baukultur sowie das vorhandene Mobilitätsangebot berücksichtigt werden. Für die konkreten Planungen werden dann durch das Projektmanagement jeweils Förder- und Finanzierungskonzepte erarbeitet sowie tragfähige Trägerstrukturen und Rechtsformen für die Umsetzung aufgezeigt.

Oderlandregion

Aufbau interkommunaler Managementstrukturen im Brand- und Katastrophenschutz
Projektträger und wichtigste Partner: Ämter und Gemeinden der Oderlandregion und deren Feuerwehren, Landkreis Märkisch-Oderland

Bevölkerungsrückgang und Alterung sowie neu entstehende Gefahrenschwerpunkte infolge von Energie- oder Bahnanlagen stellen gerade ländliche Regionen vor erhöhte Anforderungen. Dies gilt vor allem dann, wenn Kommunen den pflichtigen Katastrophen- und Brandschutz personell nicht mehr in einem ausreichenden Maße erfüllen können. Mit dem Vorhaben soll daher eine interkommunale Abstimmung im Brand- und Katastrophenschutz erfolgen. Dabei stehen die drei Schwerpunkte im Mittelpunkt: die Effizienzsteigerung durch eine interkommunale Abstimmung der Alarm- und Ausrückeordnungen der einzelnen Ämter und Gemeinden, die interkommunale Abstimmung baulicher Investitionen und Sondertechnik sowie die Koordinierung von Prävention und Ausbildung. Bei letzterem steht insbesondere die präventive Arbeit in Kitas und Grundschulen sowie die gezielte Nachwuchsgewinnung im Fokus. Die Übertragbarkeit der Erkenntnisse wird durch einen entsprechenden Leitfaden gesichert. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Brandenburg unterstützt.

SPESSARTregional

Mobilitätsnetz Spessart – der Einstieg zum Umstieg
Projektträger und wichtigste Partner: Verein SPESSARTregional, Main-Kinzig-Kreis, Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH

Vor dem Hintergrund des kürzlich geänderten Nahverkehrsplans sollen weitere Maßnahmen in der Region ergriffen werden, um den Mobilitätsbedarf der Generationen auch künftig in der Fläche zu sichern. Strategischer Ansatz ist die Verknüpfung des ÖPNV-Angebotes mit alternativen Bedienformen und die Integration privater Fahrten in ein Gesamtsystem. Dabei sollen in Teilräumen in Mikroprojekten alternative Angebote entwickelt und erprobt werden, bürgerschaftliches Engagement aktiviert und Organisationsstrukturen zur Bündelung privater Fahrten aufgebaut werden. Weitere Bausteine sind die Erprobung zielgruppenorientierter Kommunikations- und Marketingmaßnahmen und die generationengerechte Ausgestaltung der Mobilitätsangebote und -infrastruktur, so dass weitere Nachfrage entsteht. Als Grundlage des entstehenden Mobilitätsnetzes ist ein umfassendes Informationssystem notwendig, für welches die organisatorischen und technischen Anforderungen formuliert werden und das ggf. noch in der Projektlaufzeit erprobt wird. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Hessen unterstützt.

Mitte Niedersachsen

Mobilitätsressourcenmanagement Mitte Niedersachsen (MOREMA)
Projektträger und wichtigste Partner: Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, 15 weitere Städte und Gemeinden sowie die Landkreise Diepholz, Nienburg und Verden, Regionalmanagement Mitte Niedersachsen, Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen

Das Projekt baut auf dem bereits für die Region konzipierten Ansatz des „Ressourcen-Sharing“ auf. Ziel ist es, ungenutzte oder nicht ausgelastete öffentliche und halb-öffentliche Fahrzeugkapazitäten zur Verbesserung der Angebotsstrukturen zu aktivieren. Dieser Ansatz soll nunmehr gemeindeübergreifend und regional umgesetzt werden. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die Entwicklung, der Aufbau und die Erprobung des internetbasierten MOREMA-EDV-Systems. Bei der praktischen Umsetzung sind dann eine Vielzahl an technischen, rechtlichen finanziellen und organisatorischen Fragen zu klären. Außerdem soll ein umfassendes Marketingkonzept zur Aktivierung weiterer Mobilitätsressourcen und Nutzern entwickelt werden. Damit soll MOREMA einen Beitrag für ein flächendeckendes und flexibles Mobilitätsangebot für eine Region leisten, in der der klassische ÖPNV aus Kosten-und Effizienzgründen an seine Grenzen stößt. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Niedersachsen unterstützt.

Vogelsbergkreis

Elektromobilität im Vogelsbergkreis – neue Wege der Mobilität
Projektträger und wichtigste Partner: Vogelsbergkreis, Energiegenossenschaft Vogelsberg e.G., Stiftung Schloss Ettersburg, Max-Eyth-Schule, Alsfeld, Kommunen

In dem Projekt werden die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz und die Potenziale von Elektrofahrzeugen bei der Sicherung der Mobilität im ländlichen Raum untersucht und erprobt. Dies geschieht anhand von zwei Teilprojekten, wobei die Zielgruppen neben der allgemeinen Bewohnerschaft insbesondere ältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche sind. In einem ländlichen Ortsteil mit ca. 500 Einwohnern ist ein "Elektro-Carsharing“ geplant. In einem eher städtisch geprägten Raum (Kernstadt mit ihren Stadtteilen), soll ein "Hol- und Bringservice und weitere Dienstleistungen“ als neue Form der Nachbarschaftshilfe etabliert werden. Die benötigten Elektrofahrzeuge werden geleast und mit regional produziertem Strom aus regenerativen Quellen angetrieben. Weitere erwartete Ergebnisse sind eine Machbarkeitsstudie für Kleinst-E-Tankstellen durch die Max-Eyth-Schule und ein Leitfaden zur Übertragbarkeit durch die Stiftung Schloss Ettersburg. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Hessen unterstützt.

Saale-Holzland-Kreis

ecoMOBIL – Mobilität neu denken
Projektträger und wichtigste Partner: Saale-Holzland-Kreis, Regionale Aktionsgruppe (RAG) Saale-Holzland e.V., Bioenergieregion Saale-Holzland, Stadtwerke Eisenberg

Ziel des Prejektes ist es, ein neues weitgehend ehrenamtlich getragenes Modell für eine bessere Erreichbarkeit von Bildungs-, Sport- und Freizeitangeboten im ländlichen Raum zu erproben. Damit soll die Mobilität für die überwiegend immobilen Bevölkerungsgruppen im Saale-Holzland-Kreis d.h. von Vereinen, von Kindern und Jugendlichen aber auch von Senioren (jeweils als Gruppen) verbessert und deren Lebensqualität im ländlichen Raum erhöht werden. Durch die Anschaffung und den Betrieb eines Biogas-betriebenen Fahrzeuges (7-Sitzer) soll ein flexibles und attraktives Angebot für die Vereins- und Jugendarbeit in der Region bereitgestellt werden. Für das Nutzungsmanagement soll eine Ehrenamtsstruktur aufgebaut werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Thüringen unterstützt.

Oberes Elbtal/Osterzgebirge

Gemeindeflitzer – nachhaltige und flexible Mobilität im Osterzgebirge
Projektträger und wichtigste Partner: Regionaler Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Regionalverkehr Dresden GmbH, Stadt Altenberg, Gemeinden Hartmannsdorf-Reichenau Klingenberg, Hermsdorf/E., Bürgerhilfe Sachsen e. V.

In einer Teilregion des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge soll ein niederschwelliges, bürgernahes, flexibles und tragfähiges Mobilitätssystem initiiert, etabliert und ggf. modifiziert auf weitere Gebiete übertragen werden. Dafür wird zunächst ein über den regulären ÖPNV hinaus leistbarer Mindeststandard definiert. Dieser Standard soll durch Einbeziehung weiterer Mobilitätspotenziale in einem iterativen Prozess zu einem leistungsfähigen und stabilen Mobilitätssystem (Gemeindeflitzer) ausgebaut werden. In einer Machbarkeitsstudie soll das entwickelte Angebot auf seine Realisierung überprüft werden. Dies beinhaltet die Klärung rechtlicher, finanzieller und organisatorischer Fragen bis hin zur Einbindung stärker ehrenamtlich und bürgerschaftlich orientierter Mobilitätsangebote (z. B. der Bürgerhilfe Sachsen) und touristischer Mobilitätsangebote. Ein zu gründender Mobilitätsverein übernimmt organisatorische und koordinierende Aufgaben. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Sachsen unterstützt.

Saale-Holzland-Kreis

Bildungsallianz „Türen öffnen – Brücken bauen“
Projektträger und wichtigste Partner: Saale-Holzland-Kreis, Regionale Aktionsgruppe (RAG) Saale-Holzland e.V., Städte Hermsdorf und Stadtroda, FH Jena

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, Bildungs- und Aufstiegschancen für Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen bzw. -benachteiligten Familienkontexten zu schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zur Fachkräfte- und Nachwuchssicherung für Unternehmen und Arbeitgeber in der Region zu leisten. Ziel ist die bessere Verzahnung von Bildungsangeboten durch Eingehen von Allianzen und die strategische Zusammenarbeit aller am Thema Bildung fachlich zuständigen und freiwillig engagierten Akteure der Region. Im Mittelpunkt steht die Gründung und aktive Unterstützung einer Bildungsallianz im Saale-Holzland-Kreis. Neben der Entwicklung einer Konzeption für ein proaktives Schnittstellenmanagement von Bildungsübergängen in allen Bereichen ist ein Mix unterschiedlicher Maßnahmen und Aktivitäten vorgesehen, die bei Kinderbetreuungseinrichtungen beginnen und bis zur beruflichen Erstausbildung reichen und die zunächst in zwei unterschiedlichen Teilregionen (Hermsdorf und Stadtroda) modellhaft erprobt und umgesetzt werden. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Thüringen unterstützt.

Landkreis Merzig-Wadern

Regionales Bildungsmanagement – Erfolg kommunaler Dienstleistungen im Rahmen der Fachkräftesicherung
Projektträger und wichtigste Partner: Landkreis Merzig Wadern, Gesellschaft für Infrastruktur und Beschäftigung des Landkreises, SchülerZukunftZentrum

Mit dem Projekt sollen Strategien und konkrete Handlungsansätze entwickelt und bedarfsorientiert angepasst werden, um die regionale Versorgung mit Fachkräften zu sichern. Das Projekt setzt an dem vorhandenen SchülerZukunftsZentrum an. Mit dem Vorhaben erfolgt ein weiterer Schritt, in dem die schulische Bildung vor allem im naturwissenschaftlichen, informationstechnischen und technischen Bereich praxisorientiert vertieft wird. Ein breites Spektrum an Maßnahmen ist vorgesehen, dass z.B. von Berufs- und Studieninformationsveranstaltungen, Informationen zu überregionalen Studien- und Bildungsangeboten, praxisorientierten Kursen an Schulen bis zu einer Online-Plattform zum regionalen Ausbildungsangebot reicht, die erprobt werden sollen. Bislang nur zentral angebotene Bildungsdienstleistungen sollen in die Fläche getragen werden und in der gesamten Modellregion zur Verfügung stehen. Die Aktivitäten sollen von einem zu gründenden Netzwerk zusammengefasst und koordiniert werden.

Kreis Schleswig-Flensburg

Aufbau eines eigenständigen Ansatzes zur kommunalen Koordinierung des Übergangsmanagement einer Jugendberufsagentur
Projektträger und wichtigste Partner: Kreis Schleswig-Flensburg (Berufsbildungszentrum, Jugendaufbauwerk, Eingliederungshilfe, Jugendhilfe, Regionale Integration, Schulamt), Bundesagentur für Arbeit, IHK, HWK

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und der Aufbau eines verbesserten kommunalen Übergangsmanagements zwischen Schule und Beruf für alle Jugendlichen zwischen 14 und 25 Jahren, um diese verstärkt für den ersten Arbeitsmarkt zu gewinnen. Auf der Grundlage des bereits erprobten "Hamburger Modells" soll ein eigenständiger Ansatz in Form eines kommunal koordinierten Übergangsmanagements als „Jugendberufsagentur“ erstmalig für das Gebiet eines Landkreises flächendeckend entwickelt und umgesetzt werden. Bestandteil des strategischen Ansatzes sind neben der Jugendberatungsagentur auch Berufswegekonferenzen, welche auf allgemeinbildende Schulen übertragen werden sollen.

Landkreis Uckermark

Berufsorientierung BO 2030
Projektträger und wichtigste Partner: Landkreis Uckermark, Kreisentwicklung, Schulverwaltungsamt, Agentur für Arbeit, Stadt Prenzlau

Gegenstand des Projektes ist es, eine Vernetzungsstelle aufzubauen und zu erproben, die eine durch den Landkreis koordinierte Berufsorientierung in enger Kooperation mit den Schulen, den Mittelzentren und Kommunen, den bereits vorhandenen Bildungseinrichtungen, sowie den Unternehmen in der Region begleitet, um eine nachhaltige und eigenständige Entwicklung zu initiieren, die dazu beiträgt, Jugendliche in ihrer Berufswahl zu begleiten, die Ausbildungsabbrüche abzubauen, eine Fachkräftesicherung für die Region zu unterstützen sowie den Trend der Abwanderung zu reduzieren und in Hilfe zur Selbsthilfe brachliegendes Potential bildungsferner Bevölkerung aufzuschließen. In dem Projekt sollen eine Reihe von Aktivitäten und modularen Maßnahmen der Berufsorientierung entwickelt und erprobt werden wie z.B. Aufbau eines Praxispool-Uckermark, Patenprogramme, Berufsorientierungsinformationen für Lehrer, Berufsorientierungs-Pakt zwischen Schulen und Unternehmen. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Brandenburg unterstützt.

Interkommunale Kooperation Salzachtal

Kontinuierliche berufspraktische Begleitung an der Mittelschule
Projektträger und wichtigste Partner: Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring, Taching am See, Stadt Tittmoning, Mittelschule Salzachtal, örtliche Unternehmen

Das Projekt thematisiert mit der Sicherung des Fachkräftepotenzials einen zentralen Aspekt der regionalen Daseinsvorsorge und Standortattraktivität ländlicher Räume. Ziel ist es, den Mittelschulstandort in der Region Salzachtal langfristig zu sichern. Hierzu wird das Profil der gemeinsamen Mittelschule weiterentwickelt, in dem aufbauend zu den bisherigen Angeboten der Berufsorientierung zusätzlich berufsbezogene und praktische Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Dadurch sollen auch Jugendliche aus der Region als Nachwuchskräfte für das Handwerk, den Tourismus und den Pflegebereich gewonnen werden. Das Projekt ist stark regional verankert, zentrale öffentliche Akteure bis hin zu Unternehmen aus der Region sind beteiligt. Ein entsprechender Leitfaden für die weitere Umsetzung und für die Übertragung auf andere Regionen wird entwickelt. Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Bayern unterstützt.

Altmark

Karriere in der Altmark – Tag in der Produktion
Projektträger und wichtigste Partner: Regionale Planungsgemeinschaft Altmark, Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in der Region Altmark West e.V. (VFB Salzwedel), Schulen

Mit dem Projekt soll ein Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Altmark geleistet und zugleich junge Menschen an die Region gebunden werden. Der konkrete Ansatzpunkt des Vorhabens ist die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen. Hierzu sollen für die Klassenstufe 9 in mindestens zwei Sekundarschulen der Region eine betriebliche Qualifizierung im Sinne eines schulbegleitenden Berufspraktikums im Umfang von ca. 40 Maßnahmetagen durchgeführt werden. Diese Qualifizierung wird im ersten Schulhalbjahr in den eigenen Werkstätten eines projektbeteiligten Bildungsträgers und im zweiten Schulhalbjahr in regionalen Betrieben stattfinden. Dabei werden vier bis fünf für die Region relevante Berufsgruppen pro Klasse angeboten. Hierzu zählen sowohl Berufe aus der Landwirtschaft, im verarbeitenden Gewerbe (Metall- und Holzverarbeitende) wie auch im Dienstleistungssektor (Sozial-, Pflege- und medizinische Berufe, Beherbergungs- und Gaststättengewerbe). Das Projekt wird gemeinsam vom BMVI und vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt.

 
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