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Fachkonferenz "Technische Infrastruktur"

Donnerstag, 21. November 2013 im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Standort Bonn

Programm

Dokumentation der Beiträge

Zukunftsfähige Wasserver- und –entsorgung
Dr. Shahrooz Mohajeri, inter 3-Institut für Ressourcenmanagement, Berlin

Regionalstruktur der Breitbandversorgung in Deutschland
Dr. Steffen Maretzke, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Weiterführende Informationen hier »

Neue (Kommunikations-)technologien und Mobilität
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Jacoby, Universität der Bundeswehr München, Fachgebiet Raumplanung und Mobilität

Parallele Fachforen

Wasserver- und -entsorgung

  • Ansätze aus dem Vogelsbergkreis
    Heiko Stock, Bürgermeister Gemeinde Lautertal, Arbeitskreissprecher AK Technische Infrastruktur (Wasser und Abwasser) & Siedlungsentwicklung der Modellregion Vogelsbergkreis
  • Ansätze aus dem Landkreis Uckermark
    Alexander Bonitz, Regionalkoordinator und Vertreter der AG Technische Infrastruktur/Wasser-/ Abwassernetze, Modellregion Landkreis Uckermark

Breitband

Ltd. Verwb. Knud Hansen, Amt Haddeby, UAG Breitband Modellregion Kreis Schleswig-Flensburg und Cornelia Plewa, Büro Plewa, regionale Projektassistenz

Neue (Kommunikations-)Technologien und Mobilität

Fachkongress "Regionale Daseinsvorsorge: Wohnen - Siedlung - Infrastruktur in ländlichen Räumen"

Mittwoch, 5. Juni 2013, 11.00 - 18.30 Uhr, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Erich-Klausener-Saal, Invalidenstr. 44, 10115 Berlin

Programm

Dokumentation der Beiträge

Die Demografiestrategie der Bundesregierung – Schwerpunkt AG „Nationaler Koordinierungsrahmen – Regionen stärken“
Dr. Bernd Rittmeier, PG DW BMVBS


Leerstandsmanagement und Innenentwicklung
Dr. Hany Elgendy, ProRaum Consult, Karlsruhe

Wohnstandorte und Lebensqualität im Alter
Ursula Kremer-Preiß, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Leiterin des Bereichs Wohnen und Quartiersgestaltung
Weitere Informationen: Kuratorium Deutsche Altershilfe, Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG), Broschüre "Lebensräume zum Älterwerden"

Nahversorgung
Dr. Patrick Küpper, Thünen-Institut Braunschweig, Institut für Ländliche Räume
Weitere Informationen: Studie "Nahversorgung in ländlichen Räumen" hier »

Parallele Fachforen

Leerstandsmanagement und Innenentwicklung

 Wohnstandorte und Lebensqualität im Alter

 Nahversorgung

Eröffnung Fachkongress
Foto: HS Neubrandenburg
Dr. Rittmeier, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Dr. Elgendy, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Frau Kremer-Preiß, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Dr. Küpper, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Bürgermeister Eibl, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Herr Sonnwald, Foto ©Milena Schlösser
Foto: ©Milena Schlösser
Bürgermeister Kaluza
Herr Kuhn
Herr Mihm und Prof. Hahn

Bundesweite Projektwerkstatt 2013: Europäische Erfahrungen

Im Rahmen der bundesweiten Projektwerkstatt der Modellregionen am 6. Juni 2013 ebenfalls in Berlin wurden unter anderem auch Erfahrungen aus Schweden und der Schweiz bezüglich aktueller innovativer Strategien zur Sicherung der Daseinsvorsorge präsentiert.

Erfahrungen aus der schwedischen Provinz Västernoorland (in englisch)
Madeleine Blasi, Association of Local Authorities Västernorrland und Nikals Guss, County Council Västernorrland

Medizinische Grundversorgung - Herausforderungen und Lösungsansätze für die schweizerischen Berggebiete
Thomas Egger, Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung: Szenarien für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen

Foto: Martin Spangenberg, BBSR

Angesichts der zunehmenden Komplixität bei der Anpassung der vielfältigen Bereiche der sozialen und technischen Infrastruktur an die Herausforderungen des demografischen Wandels gilt es mehr denn je, heutige Entscheidungen vorausschauend zu reflektieren und zukunftsfähig auszurichten. Szenarien in visualisierter Form stellen dabei einen Erfolgsfaktor dar.

Bei der Veranstaltung, die im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung am 23. Januar 2013 in Berlin von BMVBS und BBSR durchgeführt wurde, wurde die aktuelle Strategiediskussion anhand von Beispielen aus Modellregionen des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge und eines Vorläufer-Modellvorhabens aufgegriffen. Experten von Begleitforschungen und aus der regionalen Praxis zeigten die Möglichkeiten und Grenzen der Szenarienbildung sowie von deren Anwendung auf.

Programm

Präsentationen

Die Präsentationen liegen leider nur in einem nicht barrierefreien PDF-Format vor.

Die Rolle von Anpassungsszenarien im Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge
Martin Spangenberg, Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Prognosemethodik und Erreichbarkeitsszenarien
Dr.-Ing. Klaus Spiekermann, Spiekermann & Wegener, Stadt- und Regionalforschung (S&W), Dortmund

Kleinräumige Bevölkerungsprognose und Erreichbarkeitsanalysen am Beispiel der Region Nordeifel
Prof. Dr.-Ing. Dirk Valleé, Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB) der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen

Erreichbarkeitsanalyse am Beispiel der Region Coburg
Sebastian Bork und Hilmar Müller-Teut, Müller-Teut & Bork GbR, Systementwicklung und Analyse, Kiel

Einbringung von Anpassungsszenarien in den politischen Diskurs auf der Ebene eines Landkreises: das Beispiel Landkreis Dithmarschen
Landrat Dr. Jörn Klimant, Heide

Fachkonferenz "Mobil in ländlichen Räumen?! Konzepte und Erfahrungen"

Mobilität als Schlüssel zur Erreichbarkeit der Einrichtungen der regionalen Daseinsvorsorge und damit als Voraussetzung von Teilhabe aller Gruppen der Bevölkerung im ländlichen Raum am gesellschaftlichen Leben stand im Mittelpunkt der zweiten Fachkonferenz des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge am 24. Oktober 2012 in Leipzig im Rahmen der euregia. Gut 140 Vertreterinnen und Vertreter aus den 21 Modellregionen, aus Partnerregionen, aus den Ländern sowie weitere Expertinnen und Experten diskutierten intensiv über die Herausforderungen und Lösungsansätze zur Sicherung der Mobilität in ländlichen Räumen angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels. Ausgangspunkt für die Diskussionen waren Präsentationen von einschlägigen Expertinnen und Experten.

Während am Vormittag neben einführenden Vorträgen zielgruppenspezifische Aspekte der Mobilität in ländlichen Räumen (Ältere Menschen, Familien) sowie Beispiele aus dem Alpenraum im Mittelpunkt standen, war der Nachmittag geprägt von konkreten Lösungsansätzen aus früheren und aktuellen Modellregionen.

Programm und Tagungsunterlagen zum Herunterladen

Ministerialdirigent Dietmar Horn aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ging auf die Bedeutung des Themas Mobilität und Erreichbarkeit für die Regionalstrategien Daseinsvorsorge in den 21 Modellregionen des Aktionsprogramms ein. Er wies auf sich verändernde Mobilitätsmuster auch im ländlichen Raum hin, bedingt durch die mit dem demografischen Wandel erforderlichen Anpassungen der Einrichtungen der regionalen Daseinsvorsorge wie die Konzentration auf Zentrale Orte oder die Zusammenlegung von Einrichtungen. Die alternde und kontinuierlich abnehmende Bevölkerung führe nicht zu weniger Mobilität, im Gegenteil wollen und können Ältere mobiler sein und aktiv am Leben teilhaben. Er verweist auf die Tatsache, dass im ländlichen Raum nur 4% der Wege mit dem klassischen Öffentlichen Nahverkehr aber Zweidrittel mit dem Auto zurückgelegt werden. Wichtig seien daher für die Zukunft vor allem Ergänzungen und Verknüpfungen der Verkehrsträger untereinander neben qualitativen Anpassungen des ÖPNV. Wichtige Prüfpunkte bei diesen alternativen Konzepten sind unter anderem die Praxistauglichkeit, die Kosten und die Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements.

Prof. Dr. Ing. Holz-Rau von der Technischen Universität Dortmund erläuterte das Spannungsfeld des ÖPNV zwischen Verkehrsentwicklung, Raumentwicklung und Demografischer Entwicklung. Er verwies auf die Bedeutung von Mobilität und insbesondere des ÖPNV als Garant von Erreichbarkeit und damit für die Sicherung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und stellte alternative Möglichkeiten der Erreichbarkeitssicherung insbesondere für ältere Menschen vor. Präsentation

„Gibt es für Familien im ländlichen Raum ein Leben nach dem PKW?“ war die Ausgangsthese von Melanie Herget (Technische Universität Berlin), die über das Verkehrsverhalten und die verschiedenen Typen der Mobilitätsstrategien von Familien im ländlichen Raum referierte. Ihr Fazit war, dass für Familien die beste Alternative zum Auto das Auto sei. Neben der Optimierung des Schnell- und Linienverkehrs im ÖPNV und der Erweiterung und der Verbesserung des nichtmotorisierten Aktionsradius‘ sei daher eine wichtige Strategie für eine zukunftsfähige Mobilität in ländlichen Räumen, das Auto zu „veröffentlichen“. Präsentation

Lösungsansätze zur Verbesserung des Zugangs von Grundversorgungsdienstleistungen im Alpenraum standen im Mittelpunkt des Beitrages von Peter Niederer (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Berggebiete), der Ergebnisse aus dem Interreg IVB Projekt ACCESS vorstellte. Er präsentierte dabei insgesamt acht Strategien / Lösungsansätze wie Probleme der Erreichbarkeit von Grundversorgungsdienstleitungen (service public) gemildert werden können und veranschaulichte diese jeweils mit konkreten Pilotprojekten in den an dem Projekt beteiligten Regionen. Präsentation

Christian Reuter (PTV GROUP) berichtete von Erfahrungen, die er in einem gemeinsamen Projekt mit Petra-Juliane Wagner (VBB) in der Modellregion Südharz-Kyffhäuser gesammelt hat, dessen Ziel die Entwicklung und Umsetzung eines ÖPNV- und Mobilitätskonzeptes für die Region war. Wesentliche Bausteine des Projektes waren ein „Regionales Rahmenkonzept Mobilität“, der „Stammtisch Nahverkehr“ als zentrales Projektgremium, die Konzentration der Aktivitäten auf eine Pilotregion sowie verschiedene konkret umgesetzte Maßnahmen wie z.B. Bürgerläden kombiniert mit Mobilitätsdienstleistungen. Präsentation

Claus Riehn und Diana Woll beide von der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel schilderten sehr konkret wie es ihrem Unternehmen gelungen ist, durch eine umfassende Umgestaltung das Angebot an die Anforderungen des demografischen Wandels anzupassen und dadurch die Fahrgastzahlen insgesamt deutlich zu steigern. Ein wesentliches Merkmal ist dabei die Verzahnung verschiedener Verkehrsformen wie Schiene/Bus, Bus/Bus, Bus/Rufbus und die Integration innovativer, flexibler Ansätze wie dem Kita-Mobil. Präsentation

Dirk Seidemann (Regionalverband Ostwürttemberg) stellte die Herangehensweise der Modellregion Ostwürttemberg an den Themenkomplex Mobilität/Erreichbarkeit vor. Die Beteiligung der lokalen Bevölkerung an der zukünftigen Gestaltung des ÖPNV ist dabei ein besonderes Anliegen der Modellregion. Über Nahverkehrsforen werden die Bedarfe der Nutzerinnen und Nutzer in die Erarbeitung der Nahverkehrspläne der beteiligten Landkreise eingespeist. Teilräumlich werden zudem differenzierte, auch mit ehrenamtlichem/privatem Engagement unterstützte Lösungen zur Sicherung der Mobilität erprobt. Präsentation

In den Diskussionen wurde deutlich, dass es regionaler differenzierter Lösungen für die Sicherung der Mobilität in ländlichen Räumen bedarf. Lösungsansätze und Erfahrungen liegen vielfach vor und sind häufig dokumentiert und können gute Anhaltspunkte für regionalspezifische Lösungsansätze bieten. Wichtig ist bei allen Strategien ein umfassender Blick auf die Mobilität und Erreichbarkeit in ländlichen Räumen, die enge Verzahnung der öffentlichen Verkehrsangebote untereinander, aber auch mit alternativen Bedienformen, dem PKW und nichtmotorisierten Verkehrsformen, die Erhöhung der Attraktivität des „klassischen ÖPNV“ z.B. durch Stärkung des Hauptlinienverkehrs und Vertaktung sowie die stärkere Einbindung und Vernetzung der regionalen Akteure.

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Impressionen von der Fachkonferenz Mobilität in Leipzig






Regionale Projektwerkstätten 2012: Austausch der Modellregionen

Bei drei regionalen Projektwerkstätten im Juni 2012 in Stendal, Gelnhausen und Coburg tauschten sich Akteure aus den Modellregionen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Ländern und der Begleitung von Bundesseite über die ersten Erfahrungen bei der Erarbeitung der Regionalstrategien Daseinsvorsorge aus. Die Modellregionen sehen sich auf einem guten Weg. Als besonders positiv wird die engagierte Mitarbeit in den regionalen Arbeitsgruppen und die Erweiterung und Vertiefung der fachübergreifenden und interkommunalen Netzwerke angesehen.

Die Modellregionen befinden sich derzeit überwiegend in der Phase der Problembenennung und -eingrenzung sowie der ersten Datenerhebungen insb. für die kleinräumigen Bevölkerungsvorausschätzungen und die Status-quo-Analysen in den Infrastrukturbereichen. In den Modellregionen haben öffentliche Auftaktveranstaltungen stattgefunden, wurden die Steuerungs- und Arbeitsstrukturen etabliert und haben die Arbeitsgruppen bereits mindestens einmal getagt.

Im Mittelpunkt der drei regionalen Projektwerkstätten „Nord/Ost“, „Mitte/West“ und „Süd/Ost“ standen das Voneinanderlernen, der gemeinsame intensive Erfahrungsaustausch und die Reflexion über Probleme, Aufgaben und strategische Ansätze bei der Erarbeitung der Regionalstrategien sowie die Stärkung und Vertiefung des MORO-Daseinsvorsorge-Netzwerkes. In den regionalen Projektwerkstätten wurden methodische und prozessuale Aspekte im Prozessablauf und bei der Netzwerkarbeit (Erfolgsfaktoren, Fallstricke und wie kann ich sie meiden?), bei Beteiligung und Kommunikation (wen beteilige ich wann zu welchen Inhalten und in welchem Format? Wie kommuniziere ich das Anliegen der Regionalstrategie in die regionale Öffentlichkeit) besprochen. Daneben wurden inhaltliche und methodische Aspekte bei der Bearbeitung der verschiedenen Infrastrukturbereiche wie Bildung/Schulentwicklung, medizinische Versorgung, Pflege, Siedlungsentwicklung/Wohnen sowie Mobilität diskutiert.

Abgerundet wurden die regionalen Projektwerkstätten mit kleinen fachlichen Exkursionen z.B. zum Familienzentrum „Färberhof“ mit 24-Stunden-Kita in Stendal oder zum Dorfladen Heilgersdorf. Nicht zuletzt diente der informelle Austausch am Abend in geselliger Runde dem Festigen der regionalen „Projektfamilie“.






Fotos: Hochschule Neubrandenburg

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Fachkonferenz "Soziale Infrastruktur in der regionalen Daseinsvorsorge"

23. März 2012 in Göttingen

Bildung, Gesundheit und Pflege als zentrale Bereiche der regionalen Daseinsvorsorge standen im Mittelpunkt der ersten von insgesamt vier Fachkonferenzen im Rahmen des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge am 23. März 2012 in Göttingen. Knapp 130 Vertreterinnen und Vertreter aus den 21 Modellregionen, aus Partnerregionen, aus den Ländern sowie weitere Expertinnen und Experten diskutierten intensiv über Zielsetzungen und Arbeitsabläufe der Regionalstrategie Daseinsvorsorge in diesem Arbeitsbereich. 

Neben der Diskussion in drei parallelen Fachforen über die Herangehensweisen und mögliche Lösungsansätze in den Themen Bildung / Schulentwicklung, Gesundheit / Ärzteversorgung sowie Pflege / Senioren am Nachmittag standen am Vormittag einführende Vorträge im Plenum im Mittelpunkt.

 Ministerialdirigent Dietmar Horn aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nahm zunächst in seiner Begrüßung Bezug auf die interne bundesweite Projektwerkstatt der 21 Modellregionen am Vortag und hob die Bedeutung des Erfahrungsaustausches untereinander hervor. Einerseits bestünden große Gemeinsamkeiten der Modellregionen in den grundsätzlichen Zielen und den zentralen Maßnahmeansätzen, andererseits führe die Vielfalt hinsichtlich Prozesserfahrung, räumlichem Zuschnitt oder Trägerstrukturen zu sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen, die den Austausch interessant und fruchtbringend machten. Er würdigte besonders die Berichte aus Vorläuferregionen wie dem Werra-Meißner-Kreis und dem Kreis Nordfriesland zu den verschiedenen Arbeitsschritten und fachlichen Schwerpunkten im Rahmen einer Regionalstrategie Daseinsvorsorge. Mit der Fachkonferenz sollen aus unterschiedlichen Perspektiven heraus Aufgabenstellungen und Lösungsansätze in zentralen Handlungsfeldern der sozialen Infrastruktur diskutiert werden.

Dr. Budde aus dem niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung erläuterte in seinem Grußwort die Erwartungen an die Unterstützungsmöglichkeiten für regionale Daseinsvorsorgestrategien aus der Perspektive seines Landes.

Prof. Dr. Hansheinrich Blotevogel (Universität Wien, Akademie für Raumforschung und Landesplanung) unterstrich in seinem Vortrag die – immer noch aktuelle - Bedeutung des Zentrale-Orte-Konzepts für die Sicherung der regionalen Daseinsvorsorge im Sinne von „Ankerzentren“. Diese sollten ergänzt werden mit strategischen Konzepten und umsetzungsorientierten fachübergreifenden Handlungsprogrammen zum Umbau und der Sicherung der Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Hierbei kommt der Beteiligung der Stakeholder und der Kooperation von Land, Region, Gemeinden und Fachplanungsträgern eine besondere Bedeutung zu. (Präsentation)

Dr. Schlömer (BBSR) stellte vor allem mit Hilfe von kartografischen Darstellungen ausgewählte Ergebnisse von bundesweiten Analysen des BBSR zu den räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels auf die soziale Infrastruktur insbesondere bezogen auf die Erreichbarkeit von Einrichtungen in den Bereichen Bildung und Gesundheit dar (Präsentation)

Frau Dr. Lamers gab mit Ihrem Praxisbericht aus der Vorläufer-Modellregion Kreis Nordfriesland über die Herangehensweisen und möglichen Lösungsansätze im Rahmen des dortigen Masterplan Daseinsvorsorge Prozesses in Bereichen der sozialen Infrastruktur wie Senioren und Pflege, Menschen mit Behinderung sowie Kinderbetreuung wertvolle Hinweise für die beginnende Arbeit in den neuen Modellregionen (Präsentation)

Dr. Steffen Maretzke (BBSR) und Holger Pietschmann (Bundestransferstelle „Kleinere Städte und Gemeinden“) erläuterten die Zielsetzungen des ebenfalls stark auf die regionale Daseinsvorsorge ausgerichteten Städtebauförderungsprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ und stellten einige Maßnahmebeispiele von interkommunalen Kooperationen im ländlichen Raum vor.

Im Nachmittagsblock der Fachkonferenz wurde im Rahmen von drei parallelen Fachforen auf zentrale Themen im Bereich der sozialen Infrastruktur fokussiert (Bildung / Schulentwicklung, Gesundheit / Ärzteversorgung sowie Pflege / Senioren). Ausgangspunkt der Diskussionen waren dabei jeweils fachliche Inputs von Erfahrungsträgern vor allem aus den sogenannten Vorläuferregionen. (Präsentationen)

In den Diskussionen in den Fachforen wurde deutlich, welchen großen Nutzen die Facharbeitsgruppen im Rahmen der Prozesse zur Erarbeitung einer Regionalstrategie Daseinsvorsorge haben können. In ihnen kommen verschiedene Aufgabenträger (Fachämter, Kommunal- und Kreisvertreter, Verwaltung und Politik, Kommunal- und Kreisbetriebe) außerhalb ihrer formalen Verwaltungsbeziehungen problemorientiert zusammen, können so Zuständigkeitsbarrieren oder -Konkurrenzen leichter überwinden und neue kreative Lösungen jenseits enger Verwaltungsvorschriften, Standardvorgaben und Planungshorizonte erarbeiten.

Zum Ende der Veranstaltung stellte der Leiter der neu eingerichteten Projektgruppe demografischer Wandel im BMVBS, Dr. Bernd Rittmeier die Aktivitäten und Kernthemen des BMVBS im Rahmen der Demografiestrategie des Bundes vor (Präsentation).

Mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte im Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge wie die weiteren Fachkonferenzen zu den Themen „Mobilität“ (24. Oktober im Rahmen der euregia in Leipzig), Wohnen/Siedlungsentwicklung (vorauss. Juni 2013) sowie „Technische Infrastruktur (Herbst 2013) beschloss Hanno Osenberg (BMVBS) die Veranstaltung.

Das Programm und die Präsentationen zum Herunterladen finden Sie hier









Fotos: Hochschule Neubrandenburg

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Modellregionen starten

Das Aktionsprogramm nimmt Fahrt auf

Die meisten Modellregionen sind mittlerweile mit Auftaktveranstaltungen in die Arbeitsphase der Erarbeitung ihrer Regionalstrategie Daseinsvorsorge gestartet. Im Kreis Schleswig-Flensburg nahmen über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Gemeinden und weitere regionale Akteure an der Auftaktveranstaltung am 26. Januar 2012 im Kreishaus in Schleswig teil. Auch in Lauterbach im Vogelsbergkreis konnten über 100 Gäste bei der Auftaktveranstaltung am 27. Februar begrüßt werden.

Weitere Modellregionen haben ihren ihren regionalen Dialogprozess gestartet: 

  • die Region Mitte Niedersachsen am 16. Januar in Bruchhausen-Vilsen

  • die Interkommunale Kooperation Salzachtal am 13. Februar in Kirchanschöring,

  • der Saale-Holzland-Kreis am 23. Februar in Hermsdorf, 

  • der Vogelsbergkreis in Lauterbach und 

  • die Region Westmecklenburg in Schwerin jeweils am 27. Februar

  • die Region SPESSARTregional am 29. Februar in Gelnhausen 

  • der Landkreis Coburg am 6. März in Coburg

  • der Landkreis Hersfeld-Rotenburg am 6. März in Bad Hersfeld

  • die Verbandsgemeinde Daun am 19. März in Daun

  • der Landkreis Trier-Saarburg am 27 März in Trier

  • die Region Altmark am 11. April in Gardelegen

  • die Region Spreewalddreieck am 12. April in Lübbenau/Spreewald

  • die Region Oberes Elbtal/Osterzgebirge am 23. April in Pirna

  • die Oderlandregion am 26. April in Lebus

  • die Region Ostwürttemberg am 27. April in Aalen

  • der Landkreis Elbe-Elster am 6. Juni in Falkenberg/Elster

Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten der Modellregionen.

Auftaktveranstaltung in der Modellregion Spessart (Foto: Nicola v. Kutzleben, Institut für ländliche Strukturforschung)
Auftaktveranstaltung im Vogelsbergkreis (Foto: Erich Ruhl, Pressestelle Vogelsbergkreis)
Auftaktveranstaltung im Kreis Schleswig-Flensburg (Foto: Planungsgruppe Plewa)

Starterkonferenz des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge

1. und 2. Dezember 2011 in Berlin

Programm zum Herunterladen...

Am 1. Dezember 2011 gab Herr Bundesminister Dr. Peter Ramsauer auf der Starterkonferenz 21 ländlichen Regionen das Signal für den Beginn ihrer  Teilnahme an diesem bisher umfangreichsten Modellvorhaben der Raumordnung (MORO). Eine hochrangig besetzte Jury (Vorsitz: Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth) hatte entschieden, welche Regionen am Aktionsprogramm teilnehmen. Es ist dabei gelungen, aus allen Bundesländern (den Flächenstaaten) mindestens eine Region in das Programm mit aufzunehmen. 

Die Starterkonferenz war zugleich bundesweite Fachveranstaltung zum Thema regionale Daseinsvorsorge sowie Arbeitsauftakt für die ausgewählten 21 Modellregionen des Aktionsprogramms.

Am ersten Tag standen neben der Vorstellung der ausgewählten Modellregionen vor allem raumordnungsrelevante Grundsatzfragen des demografischen Wandels im Vordergrund. Über fachliche Standards, regionale Flexibilisierungsmöglichkeiten und mehr Eigenverantwortung bei der Sicherung der Daseinsvorsorge diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Regionen und Landkreisen sowie aus Bundes- und Landesressorts. Die Präsentation zum Impulsvortrag von Herrn Prof. Winkel finden Sie hier... 

Der zweite Tag widmete sich in parallelen Regionalforen der Präsentation und der Diskussion der Strategien der Länder und der Regionen zur Sicherung der regionalen Daseinsvorsorge und leitete damit den Erfahrungsaustausch ein, der das gesamte Aktionsprogramm begleiten soll.

Plakatausstellung

 

 

(Fotos: Hochschule Neubrandenburg, Marcus Kehlert)

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Fotos: HS Neubrandenburg
 
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